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Dünger – NPK und andere Nährstoffe

Dünger – NPK und andere Nährstoffe

Kohrabi im Hochbeet - Dünger

Kohrabi im Hochbeet - Dünger

Dünger

Stickstoff, Kalium und Phosphor – die Ingredienzien eines jeden Düngers

 

Nährstoffe spielen für alle Pflanzen eine entscheidende Rolle. Sie benötigen Stickstoff, Kalium und Phosphor, um gesund zu wachsen. Dünger enthalten diese Nährstoffe in unterschiedlichen Mengen. Welcher Dünger am besten geeignet ist, hängt von der Pflanze ab sowie von den Vor- und Nachteilen des jeweiligen Produkts. In diesem Blogpost erfährst Du, welche Arten von Dünger es gibt und worauf Du aufpassen solltest.

 

Jeder Dünger hat als Hauptbestandteile N für Stickstoff, P für Phosphor und K für Kalium. Diese drei Elemente bilden die Makronährstoffe. Sie werden von allen Pflanzen in großen Mengen für das Wachstum, die Blütenbildung und das Fortbestehen benötigt. Oft werden noch weitere Nährelemente wie Ca für Calcium, Mg für Magnesium und S für Schwefel hinzugefügt.

 

Jeder Dünger hat eine andere Zusammensetzung der Grundbaustoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium.

Hier eine kurze Übersicht, wofür sich  die drei Grundbaustoffe verantwortlich zeigen.

 

 

Stickstoff – N

Für Pflanzen ist Stickstoff ein ganz ein wichtiger Bestandteil. Stickstoff steht für Kraft und Wachstum. Er ist verantwortlich für die Herstellung von Aminosäuren und Eiweißen, die Förderung des Wachstums von Trieben und Blättern und die Erzeugung von Chlorophyll als Bestandteil der Photosynthese.

 

Obwohl atmosphärischer Stickstoff in großen Mengen – 78% der Luft besteht aus Stickstoff –  vorhanden ist, können die Pflanzen ihn nicht direkt aufnehmen. Die meisten Pflanzen nehmen Stickstoff in Form von Ammonium oder als Nitrat auf. Der Düngeeffekt zeigt sich relativ schnell, wobei Ammonium langsamer wirkt als Nitrat.

 

Ganz wichtig ist allerdings die Dosierung des Stickstoffs. Bei zu wenig Stickstoff werden die Blätter gelb oder blassgrün, das Wachstum ist sehr gering. Bei optimaler Verwendung von Stickstoff sind die Blätter kräftig grün, das Wachstum normal oder sogar zügig. Bei zu viel Verwendung von Stickstoff werden die Blätter lang, das Gewebe weich und die Stängel knicken leicht um.

 

Als organischen Stickstoffdünger kann man Hornspäne und Hornmehl verwenden. Hier liegt der Stickstoffanteil bei ungefähr 12%. Hornspäne gibt die Nährstoffe nicht sofort frei, sondern erst nach 2-3 Monaten, dafür dann über einen längeren Zeitraum.

 

Auch Urin ist verdünnt  ein guter Stickstoffdünger. Er sollte auf keinen Fall direkt ausgebracht werden, sondern  in einem Verhältnis von 1:10 oder 1:20 mit Wasser verdünnt und nicht auf die Blätter spritzen, sondern nur die Wurzeln gießen.

 

Stickstoffmangel ersichtlich durch sehr helle Blätter

Stickstoffmangel ersichtlich durch sehr helle Blätter

 

Phoshpor – P

Phosphor wird von der Pflanze in Form von Phosphat (P2O5) aufgenommen und ist verantwortlich für  Zellfunktionen wie die  Zellverbrennung, sowie für den Aufbau der Zellmembran und die Energieübertragung.

Phosphor ist vor allem wichtig bei blühenden und Früchte tragenden Pflanzen. Es wird ausschließlich über die Wurzeln aufgenommen und wenn zu viel Stickstoff im Boden vorhanden ist, kann Phosphor nicht in ausreichendem Ausmaß aufgenommen werden.

 

Wichtig auch bei Phosphor ist die Dosierung. Bei zu wenig Phosphor blühen die Pflanzen nicht und entwickeln kaum oder gar keine Früchte. Bei der idealen Dosierung von Phosphor entwickeln die Pflanzen reichlich Blüten, sowie eine Menge Früchte.

Bei zu viel Phosphor kommt es zu Wachstumsstörungen, da wichtige Spurenelemente nicht aufgenommen werden können.

 

Kalium – K

Der Nährstoff Kalium steht im Zusammenhang mit dem Wasserhaushalt der Pflanzen, er erhöht die Standfestigkeit, die Frostresistenz sowie die Resistenz gegen saugende Insekten.

Pflanzen brauchen Kalium auch für die Steuerung von Stoffwechselvorgängen, Regulierung des Wasserhaushalts, Erhöhung der Widerstandskraft gegenüber Infektionen und Abhärtung gegen Frost.

Auch hier wieder wichtig: die Dosierung von Kalium. Bei zu wenig Kalium entstehen  Wachstumshemmungen und Welkeerscheinungen. Die Blätter wirken schlaff und ältere Blätter rollen sich zusammen. Die Schäden treten verstärkt während der Blütenbildung auf, da die Pflanzen in dieser Phase mehr Kalium benötigen. Typisch sind stark ausgetrocknete Blattränder wie in der Abbildung unten. 

Bei einer optimalen Dosierung entsteht eine gesunde Pflanze, die auch stetig und zügig wächst. Aber auch bei zu viel Kalium entstehen Wachstumshemmungen, Wurzelverbrennungen und Blattschäden.

 

Kaliummangel

Kaliummangel

 

Magnesium – Mg

Magnesium (Mg) gehört neben Stickstoff, Phosphor und Kalium zu den wichtigsten Makronährstoffen für Pflanzen. Magnesium ist äußerst wichtig für die Photosynthese. Eine Unterversorgung durch Magnesium kann der Pflanze sehr schaden, da die Photosynthese sukzessive zurückgefahren wird. Pflanzen nehmen Magnesium über die Wurzeln auf.

Kommt es zu einem Magnesiummangel, wird Magnesium von den älteren zu den jüngeren Blättern umverteilt, wodurch dann die Gelbfärbung der Blätter entsteht, wobei die Blattadern grün bleiben (Chlorose). 

Normalerweise enthalten Gartenböden ausreichend Magnesium, sofern sie regelmäßig mit Kompost versorgt werden. Im Bedarfsfall wird empfohlen auch mit Bittersalz oder magnesiumreichen Kalkdüngern nachzudüngen. 

 

Schwefel – S

Bei Schwefel handelt es sich um einen der wichtigsten Pflanzennährstoffe. Er wird von der Pflanze hauptsächlich für den Eiweißaufbau verwendet. Außerdem ist Schwefel für die Stickstoffaufnahme der Pflanze essentiel. D.h. bei Schwefelmangel kann Stickstoff auch nicht in ausreichender Menge aufgenommen werden. 

Elementarer Schwefel kann von Pflanzen nicht direkt aufgenommen werden und muss zuerst zu Sulfat umgewandelt werden. 

 

Schwefelmangel ist manchmal schwer von Stickstoffmangel zu unterscheiden. Zu den Symptomen gehört eine Gelbverfärbung junger Blätter als Folge niedriger Chlorophyllproduktion. Das Wachstum wird allgemein reduziert. 

 

Abhilfe bei Schwefelmangel schafft ein schwefelhaltiges Düngemittel wie z.Bsp Magnesiumsulfat bzw Volldünger mit Schwefel.

 

Kalzium – Ca

Auch bei Kalzium handelt es sich um einen äußerst wichtigen Nährstoff. Es wird vor allem für den Wachstumsprozess benötigt. In den Zellen hat es eine regulierende Wirkung und trägt zur Stabilisierung der Pflanzen bei. Innerhalb der Pflanze ist Kalzium nicht sehr beweglich, deswegen ist es wichtig, dass in der Wurzelumgebung immer ausreichend Kalzium vorhanden ist. 

 

Mikronährstoffe

Zusätzlich zu den Makronährstoffe wie Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium, Schwefel und Kalzium,  gibt es eine Menge Mikronährstoffe wie Eisen, Mangan, Molybdäen, Kupfer, Bor, Zink, Nickel und Chlor.

Der wichtigste Mikronährstoff von all den oben genannten ist wahrscheinlich Eisen (Fe), das speziell für den Rasen eine wichtige Eigenschaft mit sich bringt: Es macht den Rasen saftig grün! Und es verdrängt Unkraut.

 

 

Unterschied zwischen organischem und mineralischem Dünger

Organischer Dünger wie zum Bsp. Hornspäne, Stallmist oder Kompost besteht aus natürlich gewachsenen Stoffen während mineralischer Dünger industriell erzeugt wird. Aber was sind jetzt die Vor- bzw die Nachteil von organischem Dünger bzw mineralischem Dünger?

 

Organischer Dünger

Organischer Dünger basiert auf natürlichen  pflanzlichen oder tierischen Produkten wie Hornspäne, Stallmist, Kompost oder Guano. 

Der  Nachteil des organischen Düngers ist jener, dass das Produkt zuerst durch Mikroorganismen zersetzt werden muss, bevor die enthaltenen Nährstoffe von der Pflanze aufgenommen werden können. Das verbessert wiederum langfristig die Bodenqualität. Die darin lebenden Kleinstlebewesen können sich entfalten. Die Nährstoffzufuhr wird lang anhaltend gewährleistet.

Dadurch können durch einen organischen Dünger keine akuten Mangelerscheinungen ausgeglichen werden. Der Wirkung setzt einfach sehr langsam ein. 

Ein rein organischer und biologischer Dünger ist unser Biovin Dünger. Er wird hergestellt aus Traubentrester, den Rückständen der Traubenpresse.

Biovin - Organischer Bio Dünger

Biovin – Organischer Bio Dünger 10 kg

 

 

Mineralischer Dünger

Mineralische Dünger sind künstlich, industriell hergestellte Dünger. Sie basieren auf Salzen, meistens Ammoniumnitrat, die vom Wasser ausgeschwemmt, dann direkt von den Wurzeln aufgenommen werden können. Die Nährstoffen stehen den Pflanzen somit umgehend zur Verfügung. 

Mineralischer Dünger eignet sich also hervorragend, um akute Mangelerscheinung schnell zu beheben. Er ist verfügbar als Granulat und Flüssigdünger.

Die meisten Rasendünger sind mineralischer Natur, es gibt nur wenige organische Rasendünger.

Tomaten düngen mit mineralischem Dünger

Tomaten düngen mit mineralischem Dünger

 

Dünger flüssig, pulverförmig, oder als Granulat?

Flüssiger Dünger

Flüssiger Dünger ist ideal für die regelmäßige – meist wöchentliche – Düngung von Pflanzen in Töpfen und Kübeln. 

 

 

Pulverförmiger Dünger

Pulverisierter organischer Dünger, wie Hornmehl, wird schnell von MIkroorganismen aufgenommen, die Nährstoffe sind aber nicht sofort verfügbar. 

Pulverisierter Dünger lässt sich am besten per Streuwagen ausbringen, beim Streuen per Hand ist eine Maske zu empfehlen.

 

Granulat

Granulat eignet sich besonders für Beete, Rasen und fürs Freiland. Für das Ausbringen empfehlen wir auch einen Streuwagen, speziell im Rasen, da das Granulat gleichmäßiger verteilt wird. 

 

Gründüngung

Unter Gründüngung versteht man den Anbau Pflanzen zur Verbesserung des Bodens. Die Gründüngungspflanzen lockern den Boden durch ihre tiefen Wurzeln auf. Sie befestigen den Boden und schützen dadurch vor Erosion

Speziell sind Leguminosen wie Klee und Lupinen, die sogar Stickstoff aus der Luft in Nitrat umwandeln – der perfekte Dünger. 

Die Pflanzen werden vor der Samenreife gemäht und als Mulch liegen gelassen, damit sie dort verrotten. 

Am häufigsten werden folgende Pflanzen verwendet: Buchweizen, Phacelia, Studentenblume, Klee, Winterraps und Sonnenblumen.

Phacelia (Büschelschön) , sehr gut zur Gründüngung geeignet

Phacelia (Büschelschön) , sehr gut zur Gründüngung geeignet

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