
Rasenpflege: In wenigen Schritten zum perfekten Rasen
17 min Lesezeit

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Ein dichter, sattgrüner Rasen ist kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Pflege über das ganze Jahr. Viele Flächen wirken fleckig, ungleichmäßig oder matt, obwohl regelmäßig gemäht wird – meist fehlen ein klarer Plan und die richtigen Maßnahmen zur richtigen Zeit.
Dein Rasen leidet oft unter einem Mix aus falscher Schnitthöhe, unregelmäßigem Düngen und zu wenig oder falscher Bewässerung. Häufig kommen noch verdichteter Boden, ein ungünstiger pH-Wert und Mangelerscheinungen dazu, die Moos, Lücken und Rasenkrankheiten begünstigen.
Wie du Boden, pH-Wert und Nährstoffversorgung prüfst und damit die Basis für einen gesunden, dichten Rasen schaffst.
Welche Schritte im Frühling, Sommer und Herbst wirklich nötig sind – von Vertikutieren über Nachsaat bis zum passenden Dünger.
Wie du typische Probleme wie gelbe Stellen, Moos, Lücken oder Trockenstress erkennst und gezielt behebst.
Woran du wichtige Rasenkrankheiten erkennst und mit welchen Maßnahmen du die Fläche schnell wieder stabilisierst.
Welche Produkte du für einen einfachen, planbaren Rasenpflege-Jahresplan wirklich brauchst – ohne unnötige Experimente.
Du kennst das Problem: kahle Stellen, Moos, braune Flecken? Mit richtiger Rasenpflege und den passenden Produkten wird dein Rasen zum Hingucker!"

ph-Bodentester: Säuregrad des Bodens bestimmen
Einmal im Jahr – idealerweise am Beginn der Gartensaison solltest Du den Säuregrad des Bodens bestimmen.
Das ist insofern sehr wichtig, da gewisse Pflanzen unterschiedliche Böden und natürlich auch unterschiedliche ph-Werte im Boden bevorzugen.
Während die Rhododendren zum Beispiel einen niedrigen ph-Wert brauchen, damit sich ihre Blätter nicht gelb färben, braucht Rasen einen höheren ph-Wert, da sich Moos sonst sehr schnell ausbreitet.
Wir empfehlen hierfür Neudorffs ph-Bodentest.
Wenn der ph-Bodentest ergeben hat, dass man den Boden kalken soll, sollte man entsprechend den Boden kalken.
Um den ph-Wert des Bodens zu erhöhen, streut man idealerweise Kalk. Wir bieten hierfür den Neudorff Azet Vitalkalk+ an.
Der hohe ph-Wert kommt dadurch zu Stande, dass der Kalk durch Regen und Gießen ausgewaschen wird aus dem Unterboden, aber auch durch sauen Regen und Düngung mit Ammoniumsulfat oder Bittersalz.

Rasenmax Rasendünger ausbringen im Streuwagen
Nachdem Du den Rasen gekalkt hast, solltest du ca. 2 Wochen später den Rasen düngen.
Idealerweise kann man schon düngen ab einer Außentemperatur von 10-15°Celsius, denn da beginnt der Rasen wieder zu wachsen und gedeihen.
Normalerweise ist die Düngezeit für Rasen März/April, dann Mai/Juni und dann nochmals September.
Wir empfehlen unseren Rasenmax Langzeitdünger, der die Wirkstoffe gut verteilt über die Zeit ausschüttet, damit kein Stoßwachstum statt findet.
Nach dem Winter solltest du zuerst Laub, Äste und abgestorbenes Gras mit Harke oder Laubbesen entfernen, damit mehr Licht und Luft an die Grasnarbe kommen. Anschließend vertikutierst du bei trockenem Boden vorsichtig in Längs- und Querbahnen, um Filz und Moos zu lösen, ohne die Graswurzeln zu stark zu beschädigen.
Hier ein paar Profi-Tipps für die Neusaat:

Nachsaat Rasensamen
Löcher und ausgedünnte Bereiche lockerst du leicht mit einer Harke, streust eine hochwertige Nachsaatmischung aus und arbeitest sie flach ein. Eine dünne Schicht Rasenerde und gleichmäßige Feuchtigkeit helfen, die Keimung zu beschleunigen und die Fläche wieder zu schließen.
Und ein paar Profi-Tipps für die Nachsaat
Im Frühling braucht der Rasen vor allem Stickstoff, um schnell wieder dicht und sattgrün zu werden. Verwende einen organischen oder organisch-mineralischen Rasendünger mit höherem Stickstoffanteil und halte dich an die Dosierempfehlung, um Verbrennungen zu vermeiden.
Nach der Nachsaat und ersten Düngung hältst du den Boden konstant leicht feucht, ohne Staunässe zu erzeugen. Beim ersten Schnitt stellst du den Mäher höher ein (ca. 4–5 cm), damit die jungen Gräser kräftig werden und sich gut verzweigen.
Das erste Mal Mähen sollte man, wenn die Nachsaat ca zu 10 cm Rasenhalmen herangewachsen ist.
Wichtig: nicht tiefer als 5 cm mähen in normalen Lagen und 6 cm in schattigen Lagen.
Und immer das Messer des Rasenmähers schärfen, sonst werden die jungen frischen Grashalme aus der Erde gerissen und nicht schön abgeschnitten.
In der Regel braucht der Rasen in der Zeit von April bis September einen wöchentlichen Schnitt abhängig vom Wachstum des Rasens. Das Motto hier: lieber häufiger einen kurzen Schnitt als seltener einen tiefen.
Ein zu tiefer Schnitt führt zu folgenden Problemen:
Im Sommer sind seltene, dafür durchdringende Wassergaben besser als tägliches „Anfeuchten“. Gieße am frühen Morgen und so viel, dass der Boden 10–15 cm tief durchfeuchtet ist, damit die Wurzeln in die Tiefe wachsen.
Bei Hitze stellst du die Schnitthöhe höher ein, damit die Gräser mehr Blattfläche behalten und den Boden besser beschatten. Häufiges, zu tiefes Mähen schwächt den Rasen und macht ihn anfälliger für Trockenschäden und Unkraut.
Stark beanspruchte Flächen profitieren im Sommer von einem moderaten Nachdüngen mit einem angepassten Rasendünger. Setze auf Produkte mit kontrollierter Nährstofffreigabe und ergänze bei Bedarf ein regenerierendes Bodenhilfsmittel, um Stress durch Hitze und Trittbelastung auszugleichen.
Im Herbst reduzierst du die Schnitthäufigkeit, lässt den Rasen aber nicht zu hoch in den Winter gehen; eine Höhe von etwa 4–5 cm hat sich bewährt. Laub solltest du regelmäßig entfernen, damit sich darunter keine Fäulnis oder Pilzkrankheiten entwickeln.
Ein spezieller Herbstdünger mit weniger Stickstoff und mehr Kalium stärkt Zellwände und Wurzeln. So wird der Rasen widerstandsfähiger gegen Frost, Krankheiten und Winterstress und startet im Frühjahr vitaler.
Verdichtete Stellen kannst du im Herbst noch leicht aerifizieren und mit Sand oder geeigneter Erde verbessern. Vermeide starke Belastung bei nassem oder gefrorenem Boden, damit keine bleibenden Schäden und Kahlstellen entstehen.

Gelbe oder hellgrüne Halme deuten häufig auf Stickstoff- oder Eisenmangel hin. Eine Bodenanalyse oder pH-Test hilft, die Ursache einzugrenzen und mit dem passenden Dünger oder Bodenverbesserer gegenzusteuern.
Lücken entstehen durch Trittbelastung, Trockenheit, Krankheiten oder unsachgemäßes Mähen. Durch gezielte Nachsaat, verbesserte Bewässerung und angepasste Nährstoffversorgung kannst du diese Bereiche wieder dauerhaft schließen.
Moos und Rasenfilz treten vor allem bei verdichtetem Boden, Staunässe, Schatten und zu niedrigem pH-Wert auf. Regelmäßiges Vertikutieren, Bodenlockerung, Kalkung bei zu saurem Boden und ein durchdachter Düngeplan verdrängen Moos langfristig.
Ein durchdachtes Regenerations- & Nachsaat-Set kombiniert hochwertige Nachsaatmischung, passenden Dünger und eventuell ein Bodenhilfsmittel. So bekommst du alles, was du für die schnelle Reparatur von Lücken, ausgelaugten Flächen und leichten Mangelerscheinungen brauchst – ohne verschiedene Produkte mühsam selbst zusammenzustellen.
Abhilfe schafft auch hier Rasenmax Rasendünger bzw Biovin Dünger. Die aufgetretenen Lücken sollten mit Nachsaat gefüllt werden, damit sich eine entsprechende Humusschicht im Boden wieder bilden kann.

Rotspitzigkeit Rasenkrankheit
Rotspitzigkeit kann jeden Rasentyp befallen, von Sportrasen bis Zierrasen können alle in Mitleidenschaft gezogen werden. Typisch für diese Rasenkrankheit sind unregelmäßige Flecken, die in unterschiedlichen Ausprägungen von leicht rötlich bis rosa im Rasen entstehen. Im Laufe des Sommers entsteht dann ein rosafarbenes Geflecht mit teilweise roten Fäden. Bei Rotspitzigkeit können ganze Rasenteile absterben. Diese Krankheit kann schon bei Temperaturen ab 5 Grad Celsius auftreten.
Die Rotspitzigkeit wird von einen Pilz verursacht der speziell im feuchtwarmen Witterungsperioden entsteht und durch eine Mangelversorgung des Rasens gefördert wird. Im Speziellen ist es eine Stickstoff Unterversorgung, die diesen Pilz begünstigt.
Die rotspitzigkeit an das ganze Jahr auftreten aber erst ab Temperatur von 5° Celsius. ganzjähriger Befall möglich (Temperaturbereich ab 5°C)
Wichtig für den Rasen auch in den Sommermonaten ist es, mit mit Stickstoff und anderen Bodennährstoffe entsprechend versorgt zu werden. Ein klassischer Universaldünger mit einem hohen Stickstoffanteil hilft hierbei die Rotspitzigkeit und andere Pilzkrankheiten zu verhindern. Außerdem sollten Rasenschnitt und am Boden liegende Blätter regelmäßig entfernt werden, da Pilzkrankheiten durch Feuchtigkeit begünstigt werden können.
Auch regelmäßiges Vertikutieren hilft dem Rasen, widerstandsfähiger zu werden, verhindert ein Verfilzen des Rasens und trägt zur Vorbeugung gegen Pilzerkrankungen bei.
Die Blattfleckenkrankheit ist die häufigste Erkrankung bei Rasenflächen und kann zu jeder Jahreszeit auftreten. Allerdings ist der Schaden, den sie anrichtet normalerweise überschaubar. Diese Pilzerkrankungen erkennt man an bräunlichen bis schwarzen Flecken auf den Grashalmen, wobei Größe und Farbe dieser Flecken stark variieren kann.
Die Ursache der Blattfleckenkrankheit sind Pilze die durch eine feuchtwarme Witterung sich schnell verbreiten. Diese Pilze befallen hauptsächlich abgestorbene Pflanzenteile Durch Sporen können sich diese Pilze schnell verbreiten. Auch befallenes Saatgut oder durch Wind vertragene Sporen, können diese Krankheit auslösen.
Die Erkrankung kann je nach Pilzart von Frühjahr bis Herbst auftreten. Der Temperaturbereich liegt zwischen 10-30°C.
Die Blattfleckenkrankheit lässt sich nur durch vorbeugende Maßnahmen verhindern. Wichtig auch hier nicht zu viel gießen, regelmäßig mähen und Rasenschnitt und Blätter schnell entfernen.
Echter Mehltau verursacht auf dem Rasen einen weiß-gräulichen Belag, der aussieht wie Watte. Bei fortgeschrittenem Befall können auch schwarze Punkte darin erkennbar sein.
Dieser Watte-artige Belag wird verursacht durch den Pilz Blumeria graminis. Die Ausbreitung des Pilzes wird im speziellen begünstigt durch feuchtwarme Witterung und in schattigen Lagen, da hier der Rasen nicht so schnell abtrocknen kann. Die Anfälligkeit des Rasens steigt mit hoher Belastung durch zu tiefen Rasenschnitt und Staunässe.
Mehltau kann ganzjähriger auftreten ab Temperaturen von 0-30°C
Auf der Oberseite der Blätter sind anfangs weiße, watteartige Flecken zu erkennen, die sich später zu einem mehlartigen weißen Belag entwickeln.
Dazu Bekämpfung von Mehltau keine pilzbekämpfungsmittel zugelassen sind (Fungizide), Kann man seinen Rasen nur vorbeugend gegen Mehltau schützen. dabei hilft unter anderem die Lichtverhältnisse verbessern, z.B. durch Ausdünnen der Bäume. Zusätzlich ist regelmäßiges Mähen bis ca. 5cm Schnitthöhe und regelmäßiges vertikutieren und bzw aerifizieren wesentlich.

Schneeschimmel - Rasenkrankheit
Schneeschimmel tritt bei kühlen Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit auf. Normalerweise im Frühjahr. man erkennt Schneeschimmel leicht an 5 cm große, graue oder bräunliche Flecken im Rasen.
Schneeschimmel zählt zu den Pilzerkrankungen, Die durch eine allgemeine Schwächung des Rasens entsteht. Zu diesen Faktor unter anderen eine Überdüngung des Rasens mit Stickstoff im Herbst, Staunässe durch verdichteten Boden, feuchte Witterung, zu hohe Temperaturschwankungen Und auch ein zu hoher pH-Wert des Bodens.
Bei ungünstigen Bedingungen Schneeschimmel ganzjährig auftreten, jedoch sind die ersten Anzeichen häufig im Frühjahr (Befall im Herbst) nach der Schneeschmelze erkennbar.
Da der Erreger des Schneeschimmels bei Temperaturen ab 20°C inaktiv wird, regeneriert sich der Rasen normalerweise im Sommer von selbst. als Vorbeugende Maßnahme sollte man auf alle Fälle im Herbst Kali Dünger verwenden und keinen Stickstoffdünger, den Boden ausreichend Vertikutieren, Sanden und das Laub entfernen.
Die Erkrankung tritt während der gesamten Wachstumsperiode auf und äußert sich in 1 - 2 cm großen Stroh-gelben Flecken im Rasen, die auf bis zu 10 cm großen Durchmesser anwachsen können. Der Rasen am diesen Stroh-gelben Stellen stirbt sehr schnell ab.
Auch die Dollarfleckenkrankheit ist eine Pilzerkrankung, die bei hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen über 20°C auftreten kann. Die Auslöser sind oft Nährstoffmangel und eine hohe Belastung durch Trockenheit. die Übertragung des Pilzes kann durch Arbeitsgeräte Menschen Tiere sowie wind erfolgen.
Die Dollarfleckenkrankheit tritt meist in den Sommermonaten bei höheren Temperaturen ab 25°C und kühleren Nächten mit Taubildung auf.
Auch hier sollte man auf eine ausreichende Versorgung durch Stickstoff und Kalium sorgen, extremen Trockenstress durch ausreichende Bewässerung vermeiden und regelmäßig Vertikutieren bzw Aerifizieren.

Hexenringe - Rasenkrankheit
Hexenringe erkennt man an der ringförmigen Struktur im Rasen, die einen Durchmesser von mehreren Metern haben können. Die ringförmige Struktur kann anfangs dunkelgrün sein auf der vereinzelt hutpilze wachsen. Oft stirbt der Rasen innerhalb des Myzels ab, da es dort wasserundurchlässig ist.
Oft werden Organische Substanzen im Boden(z.B. Holz- oder Wurzelreste) durch Pilze zersetzt. Das unterirdische Pilzgeflecht (Myzel) verbreitet sich ringförmig und oft wachsen an der Oberfläche Hutpilze.
ganzjähriger Befall möglich
Wenn schon Pilze an der Oberfläche wachsen, sollten diese sofort entfernt werden, damit sie sich nicht weiterverbreiten können. die betroffenen Stellen vertikutieren und intensiv wässern und entsprechend düngen. Bei hartnäckigen schweren Fällen ist ein Bodenaustausch zu empfehlen
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