Schnecken – eine schleimige Plage?

Nacktschnecke

Schnecken

Es wird angenommen, dass es ungefähr 40.000 – 100.000 unterschiedliche Schneckenarten gibt, wobei die bekanntesten und bei uns am häufigsten auftretenden sind die Weinbergschnecken, der Tigerschnegel und die spanische Wegschnecke vulgo Nacktschnecke.

 

Sichere Dir einen 10% Gutschein auf alle unsere Rasenprodukte!

 

Die Weinbergschnecke

Weinbergschnecke Rasenmax

Weinbergschnecke

Die Weinbergschnecke wird bis zu ca. 10 cm lang und etwa 30 g schwer. Das braune Gehäuse kann einen Durchmesser von 3 bis 5 cm erreichen. Sie ernährt sich von weichen, welken Pflanzenteilen und Algenbewüchsen und braucht einen kalkhaltigen Boden, um ihr Gehäuse und den Schutzdeckel zur Überwinterung bauen zu können. Sie überwintert in ihrem Gehäuse in Winterstarre und kann bis zu 8 Jahren alt werden. 

 

Der Tigerschnegel

Rasenmax Tigerschnegel

Tigerschnegel – Schnecken

Der Tigerschnegel wird auch Großer Schnegel, Große Egelschnecke oder Tigernacktschnecke genannt. Er wird ca. 10-20 cm lang und kann bis zu 3 Jahre alte werden. Er ernährt sich hauptsächlich von Aas und Pilzen, betätigt sich aber auch als Räuber und verspeist Nacktschnecken bzw deren Eier. 

 

Die Spanische Wegschnecke oder Nacktschnecke

Nacktschnecke

Nacktschnecke

Die spanische Wegschnecke  wird ca. 8-10 cm groß, ihre Lebensdauer beträgt meistens ein Jahr und sie legt einmal in ihrem kurzen Leben ca. 200-400 Eier. Die Tiere wurden in den 1960er Jahren bei uns aus Portugal eingeschleppt und wurde zum ersten Mal in den !970er Jahren in größeren Mengen beobachtet. Der Nachteil der spanischen Wegschnecke ist, dass sie liebend gerne Gemüse und andere Pflanzen in unserem Garten verspeisen und für ihre natürlichen Feinde kein Leckerbissen ist.

 

Was kann man vorbeugend gegen Schnecken tun?

  • Natürliche Feinde schützen bzw fördern

Zuerst sollte man die natürlichen Feinde der Nacktschnecke schützen und ihnen ausreichend Raum und Nahrung bieten. Doch wer sind die natürlichen Feinde der Schnecken? Dazu zählen Kröten, Amseln, Laubkäfer, Leuchtkäfer und viele weitere. Die Larven und Raupen der Laub- und Leuchtkäfer fressen sehr gerne Schnecken. Um diese Feinde zu schützen sollte man auch keine Pestizide verwenden, und wenn, dann idealerweise nur biologische. 

  • Natürliche Barrieren 

Natürliche Barrieren helfen auch, dass die Schnecken nicht in das Beet eindringen können. Hierfür sollte man entweder mit einem ca. 10 cm hohen Blech das Beet einzäunen bzw ein Kupferband rund herum aufkleben. Die Kupferionen verträgt die Schnecke nicht und verendet. Es gibt auch natürliche Schneckenbarrieren, wie z.Bsp. die Schneckenbarriere der Rosenfellner Mühle. Diese natürliche Barriere besteht aus Überresten der Getreidemahlung und wird rund um das Beet gestreut. Die Schnecken kriechen über die natürliche Schneckenbarriere, die in einer speziellen Größe geschrotet wurde, bzw verspeisen diese und verenden daran.

Biologische Schneckenbarriere der Rosenfellner Mühle – 3 kg.

 

 

  • Morgens gießen

Morgens gießen hilft insofern, dass die Feuchtigkeit schneller auftrocknet und die Schnecken keinen Rückzugsbereich finden, in dem sie sich vermehren können. 

 

Was tun bei starkem Befall?

Was kann man jetzt aber machen, wenn schon sehr viele Schnecken den Weg in den Garten gefunden haben? 

 

  • Im feuchten Bereich sammeln 

Man kann jetzt einen speziellen Bereich schaffen, der feucht gehalten wird,  (z.B. unter einem Topf), wo sich die Schnecken gerne aufhalten und zurückziehen können. Dort kann man die Schnecken dann einsammeln und entsorgen. 

 

  • Bierfallen

Eine altbewährte Schneckenfalle ist natürlich die berühmte Bierfalle. Sie funktioniert sehr gut. Hiermit werden natürlich sehr viele Schnecken angezogen, womöglich nicht nur jene aus dem eigenen Garten ;).

 

  • Präparate aus Eisen-III-Phosphat (biologisch)

Eisen-III-Phosphat ist ein in der Natur auch vorkommender Stoff. Es ist unbedenklich bei Kindern und Haustieren bzw anderen Tieren im Garten und behandelten Flächen sind unmittelbar danach wieder benutzbar. Das bekannteste oder gängigste Produkt ist Ferramol Schneckenkorn von Neudorff.

Die ideale Anwendung von Eisen-III-Phosphat ist schon im Frühjahr, wenn die Schnecken noch klein sind. Dann kann man mit wenigen Mengen Ferramol eine große Wirkung erzielen. Außerdem gibt es zu dieser Zeit noch wenig Nahrung für Schnecken und sie stürzen sich auf das Schneckenkorn. Nach dem Verzehr von Ferramol Schneckenkorn zieht sich die Schnecke dann in ihr Versteck zurück und verendet dort. Man findet keine Kadaver.

Vorsicht bei Schneckenkorn: es wirkt klarerweise auf alle Schneckenarten gleich und nicht nur selektiv auf Nacktschnecken.

Neudorff Ferramol Schneckenkorn 500g

Wichtig auch hier: bitte keine chemisches Schneckenkorn verwenden wie Metallhydrid!!! Das ist reines Gift und wirkt sich schädlich auch auf andere Tiere aus.

 

Wie entsorge ich die verendeten Schnecken?

Wenn man die Schnecken dann eingesammelt hat, gibt es mehrer Möglichkeiten, sie zu entsorgen:

 

  • Schnecken zerschneiden
  • Schnecken mit kochendem Wasser übergießen
  • Bitte kein Salz drüberstreuen. Schnecken bestehen zum größten Teil aus Wasser und bei Kontakt mit Salz erleben sie einen qualvollen Tod.

 

Danach sollten die Schnecken im Bio-/Hausmüll entsorgt werden und nicht am Komposthaufen, da dadurch andere Schnecken angelockt werden können. Schnecken essen auch gerne ihre verendeten Artgenossen.

 

3 Comments

  1. Hildegard Straßer sagt:

    Verendet durch die biologische Schneckenbarriere aus Getreiderückstände auch der Tigerschnegel?

  2. Rosa sagt:

    Um das Gartenbeet Sägespäne oder geriebenen Mulch ausstreuen und die “Streusel-Schnecken” einsammeln und im Biomüll entsorgen. Nicht zerschneiden oder zerdrücken. Eine Schnecke scheidet kurz vor einem gewaltsamen Tod Schneckeneier aus, was unbemerkt zur Vermehrung beiträgt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.